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Mario Müller

BAV: Aehnlich renditestark wie Immobilien

Die betriebliche Altersvorsorge unter Renditegesichtspunkten mit einer Immobilie zu vergleichen, erscheint auf den ersten Blick sicherlich gewagt. Trotzdem ist dieser Vergleich nicht von der Hand zu weisen. Bei näherem Hinsehen ist die betriebliche Altersvorsorge nämlich nicht nur aufgrund der Verzinsung interessant, sondern sie bietet auch Vorteile bei der Steuer und bei der Sozialversicherung. Das macht sie durchaus vergleichbar mit einer soliden Mietrendite. Alle wichtigen Informationen rund um die betriebliche Altersvorsorge findet man auf https://www.transparent-beraten.de/betriebliche-altersvorsorge/

bAV mit Rendite und Steuerersparnis
Eine betriebliche Altersvorsorge bringt zunächst einmal eine Verzinsung der eingezahlten Beiträge. In der Regel wird sie als Lebensversicherung abgeschlossen, somit hängt der gewährte Garantiezins vom Zeitpunkt des Vertragsabschlusses ab. Natürlich bieten ab 2015 abgeschlossene Verträge nur noch eine Garantieverzinsung von 1,25 Prozent. Doch gerade Arbeitnehmer, die noch einen älteren Vertrag halten, profitieren von einer höheren Verzinsung. Diese ist aufgrund des gesetzlich festgelegten Mindestzinses weitaus höher als bei heute unterschriebenen Verträgen. Neben den Garantiezinsen spielen aber auch Vorteile bei der Besteuerung und bei der Abführung von Sozialversicherungsbeiträgen eine Rolle. So darf jeder Arbeitnehmer pro Jahr einen Betrag von bis zu 2.856 Euro steuer- und sozialversicherungsfrei in einen Vertrag für die betriebliche Altersvorsorge einzahlen. Hinzu kommt ein weiterer Betrag von 1.800 Euro, der ebenfalls nicht der Besteuerung unterliegt. Der finanzielle Vorteil des Arbeitnehmers hängt natürlich stark von dem persönlichen Steuersatz des Arbeitnehmers und der daraus resultierenden Steuerersparnis ab. Trotzdem gilt als Anhaltspunkt, dass eine Rendite von vier Prozent durch einen attraktiven Garantiezins und durch Steuer- und Sozialversicherungsvorteile zu erreichen ist.


Mietrendite als interessante Alternative
Die Mietrendite berechnet sich aus dem Verhältnis der Jahresnettomiete zum Kaufpreis. Sie sollte bei einer gut vermieteten Immobilie zwischen vier und fünf Prozent betragen, sofern der Kaufpreis nicht überteuert war. Je nach Lage der Immobilie, nach Mietpreisniveau und nach der Höher der Immobilienpreise sollten höhere Renditen zu erzielen sein, geringer sollten sie allerdings nicht sein. Wer sich mit einer Mietrendite von nur drei Prozent zufrieden gibt, hat häufig zu teuer gekauft oder verlangt keine angemessene Miete. Mit einer Mietrendite in dieser Höhe lässt sich eine vermietete Immobilie als Kapitalanlage gut mit anderen Formen der Altersvorsorge vergleichen. Neu abgeschlossene Lebensversicherungsverträge bringen im Jahr 2015 beispielsweise nur noch eine Garantieverzinsung von 1,25 Prozent, die Höhe der Gewinn- und Überschussbeteiligung ist nicht garantiert. Tages- und Festgelder erzielen noch geringere Verzinsungen. Höhere Renditen erwirtschaften allenfalls Anlagen mit einem höheren Risiko wie Fonds oder sogar Aktien. Das heißt, eine Kapitalanlage darf sich durchaus mit alternativen Anlageformen vergleichen lassen. Vor allem aber ist sie ähnlich attraktiv wie eine betriebliche Altersvorsorge. Im Idealfall kombiniert man natürlich beide Varianten und hält dann ein privates Portfolio, das einerseits sehr differenziert ist und dadurch eine breite Risikostreuung bietet und das andererseits eine angemessene Rendite für den Aufbau von Vermögen für den späteren Ruhestand bringt.


Verantwortlich für diesen Beitrag: Mario Müller