Blickwinkel - Portal
Ferdiand Hauer

DRV: Riester-Rente besser als ihr Ruf

Schenkt man dem Bericht der Deutschen Rentenversicherung für das Jahr 2015 Glauben, wird die Rente vor Steuern in Zukunft weiter sinken. Mit Hilfe der Riester-Rente soll es gelingen, das Renteneinkommen von Versteuerung trotzdem auf einem hohen Niveau zu halten. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Riester-Rente zum Stabilitätsanker für die gesetzliche Rente entwickeln kann oder ob hier falsche Prognosen angesetzt wurden.

Sinkendes Sicherungsniveau für 2030 erwartet
Der Rentenversicherungsbericht für das Jahr 2015 zeigt, dass das Sicherungsniveau vor Steuern bis zum Jahr 2030 weiter sinken wird. Zwar soll das gesetzte Mindestmaß von 50 Prozent eingehalten werden, trotzdem werden sich die Renten reduzieren. Geht es nach dem Bericht, soll die Riester-Rente einen Ausgleich für das sinkende Rentenniveau nach Steuern bringen, so dass das Sicherungsniveau oberhalb von 50 Prozent bleibt. Im Jahr 2029 soll die Riester-Rente bis zu 6,5 Prozent zum Rentenniveau beisteuern. Welche Vorteile die Riester Rente jetzt schon bringt erfährt man auf www.riesterrente-heute.de/


Sicherungsniveau ist stetig gesunken
Der Bericht zeigt, dass das Sicherungsniveau vor Steuern noch im Jahr 2008 bei 50,5 Prozent lag. Der sogenannte Standardrentner bezieht nach einer Beitragszahlung über 45 Jahre mit dem Durchschnittsverdienst eine Bruttomonatsrente von 1.195 Euro. Da die Riester-Rente noch nicht gewirkt hat, lag das Gesamtniveau ebenfalls bei 50,5 Prozent. Im Jahr 2015 beträgt das Sicherungsniveau 47,5 Prozent, das entspricht einer Rente von 1.314 Euro. Das Sicherungsniveau liegt genau bei 50 Prozent. Die Riester-Rente bringt erst nach einer langen Ansparphase solide Erträge bringen. Im Jahr 2029 wird mit einem monatlichen Rentenbeitrag von 21,5 Prozent eine Rentensicherung von 44,6 Prozent erwartet. Das entspricht einer Bruttomonatsrente von 1.824 Euro. Hinzu kommen die Leistungen aus der Riester-Rente mit 265 Euro im Monat, so dass sich eine Gesamtrente von 2.089 Euro im Monat und einem Versorgungsniveau von 51,1 Prozent vor Steuern ergibt. Bei allen Berechnungen geht man davon aus, dass ein Riester-Kunde vier Prozent seines Einkommens in eine Rente einzahlt und dass die Verzinsung bei vier Prozent liegt. Verwaltungskosten wurden in Höhe von zehn Prozent angenommen.

Gesetzliche Rente muss ergänzt werden
Der Bericht der Rentenversicherung endet mit einer eindeutigen Botschaft: Die gesetzliche Rente reicht nicht, um den Lebensstandard im Alter zu sichern. Zwar ist die gesetzliche Rente die tragende Säule der Altersvorsorge, doch eine zusätzliche Vorsorge ist unbedingt erforderlich. Wie kaum eine andere Vorsorgelösung gerät die Riester-Rente immer wieder in die Kritik. Sie gilt als teuer und renditeschwach. Doch die aktuellen Niedrigzinsen bewirken ein Umdenken. Durch die staatliche Zulage entsteht am Kapitalmarkt eine Rendite, die andere Altersvorsorgeprodukte kaum bringen können. Es könnte also sein, dass die Riester-Rente in Zukunft stärker nachgefragt wird, denn wenn man ein kostengünstiges Produkt wählt, kann die zulagengeförderte Ergänzung der Altersvorsorge sinnvoll sein. Beim Aufbau einer Vorsorge für den Ruhestand sollte sie deshalb berücksichtigt werden.



diadema-pflege.de

Verantwortlich für diesen Beitrag: Ferdiand Hauer