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Erich Christoph-Borger

Ein Apfelbaum in Rente

So gehts: Als junger Baum waren alle Menschen in froher Erwartung, wieviel Obst ich spenden kann in der Zukunft. Und sie wurden von mir nicht enttäuscht. Jede Menge Obst für Gelee, Marmelade, Saft und auch Apfelwein schenkte ich den Menschen Jahr für Jahr. Doch so langsam kam ich in die Jahre, die Obsterträge waren den Menschen zu gering, ich machte mir Sorgen, es ging mir dabei nicht gut, doch was konnte ich ändern? Nichts, wurde eben immer älter und da funktioniert Manches nicht mehr so wie in jungen Jahren. Einige Äste würden dürr, mussten entsorgt werden, die Menschen regten sich mehr und mehr wegen des Laubes auf, dass ich im Herbst abwarf, für nix war ich mehr gut. Und nun hat ein menschlicher Nachbar aufgrund einer Eingabe bei der Stadt erreicht, dass ich entsorgt werde, bis zur Wurzel. Ist das der Dank, der Dank für das viele Ost das die Menschen durch mich hatten, die Äpfel, die den Kindern schmeckten, den Schatten den ich im Sommer spendete? Ich bin traurig, denn mein altes Holz ist nicht mal mehr gut für Möbel, und da soll ich Danke sagen?


Dennoch hab ich ein stolzes Alter erreicht, sehe ich die Menschen um mich herum, die an ihrem Schicksal, am Altwerden und vielen anderen Gebrechen irgendwann auch nix mehr tun können und von den Jungen ins Altersheim angeschoben werden zum Sterben, auch kaum ne Wahl haben sich zu wehren. Da bin ich mit meinem Elend ja noch ganz gut dran...



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Verantwortlich für diesen Beitrag: Erich Christoph-Borger