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Lena Schmidt

Entstressen und die innere Mitte finden

Nicht nur zu Zeiten der Krise geraten viele Menschen in eine seelische Not. Verzweiflung, Angst, Hoffnungslosigkeit und die Aussicht auf eine düstere Zukunft, scheint allgegenwärtig zu sein. Die Gedanken kreisen und kommen nicht zur Ruhe. Auch der Körper scheint ständig unter Spannung zu stehen. Dauert diese Phase länger, kann es dazu führen, dass wir einen negativen Dauerstress produzieren. Dieser kann Konsequenzen mit sich bringen, die sich niemand wünscht. Schlafstörungen, Nervosität und Gereiztheit sind nur einige Nebeneffekte von anhaltendem Stress. Wer unter dieser Anspannung steht, neigt zu Kurzschlusshandlungen und kann keinen klaren Gedanken mehr fassen. Doch der rationale Verstand ist gerade in Krisenzeiten so wichtig. Doch was kann der Betroffene tun, um in eine innere Stabilität zu gelangen?


Meditation
Keine Sorge, das Meditieren ist nicht schwer! Niemand muss dabei ein bestimmtes Ziel erreichen. Es reicht, wenn man sich auf etwas konzentriert. Und den kreisenden Gedanken in Kopf schenkt man dann keine Beachtung mehr. Eine ganz einfache Meditation ist die, bei der man in eine Kerzenflamme schaut und den Fokus nur darin richtet. Gedanken, die im Kopf auftauchen, versucht man zu ignorieren. Besonders Gedanken, die eine Frage enthalten, können verführerisch sein. Denn der Reflex, diese Frage zu beantworten, ist natürlich. Doch jetzt gilt es, diese inneren Fragen nicht zu beantworten, sondern ziehen zu lassen. Wenn das gelingt, hat man die erste Meditationsstunde absolviert! Das Meditieren beruhigt den Geist. Infolge dessen reduziert sich das Gedankenchaos im Kopf. Dies ist ein erster Schritt, um die innere Mitte wieder zu finden.

Yoga
Auch die unbewussten körperlichen Anspannungen wollen gelöst werden. Idealerweise bietet sich dafür Yoga an. Das Klischee der unnatürlichen Verrenkungen könnte im ersten Moment abschreckend wirken. Doch im Yoga gibt es auch Übungen, die wenig Sportlichkeit von abverlangen. Viele Elemente können einfach im Liegen ausgeführt werden. Im Yoga gibt es für jeden Bereich des Körpers individuelle Anleitungen, damit man gezielt diese Partie entspannen kann. Verspannungen im Rücken, der Schulter, der Hüfte oder in Beinen können gelöst werden. Zahlreiche kostenlose Übungsvideos finden sich im Internet. Yoga zu praktizieren ist also nicht nur günstig für den Geldbeutel – es bedarf auch nur wenig Aufwand um es umzusetzen.

Natur
Die Natur ist eine wahre Kraftquelle für den Menschen. Das Wasser, die Berge, der Wald oder der heimische Garten bieten die Gelegenheit abzuschalten. Das macht den Kopf frei und sorgt dafür, dass man sich mit anderen Gedanken beschäftigt. Auch Sport gehört dazu und ist ein wichtiges Modul, um körperliche wie auch geistige Anspannungen zu reduzieren.

Gespräche
Wer seinen Frust in sich hineinfrisst, sammelt nur negatives Gedankengut an, ohne es zu verarbeiten. Die Sicht einer neutralen dritten Person kann manchmal heilsam sein. Deshalb kann eine Aussprache mit einer Person, die in der Lage ist zuzuhören und dessen Rat von Weisheit geprägt ist, erlösend sein. Ausserdem kann die Perspektive der dritten Person beruhigend wirken oder hilfreiche Inspirationen liefern.

Bewusstes Denken
Bewusstheit sorgt dafür, dass mehr Kontrolle zurückerlangt werden kann. Deshalb ist es wichtig, sein Gedankengut zu reflektieren. Wer fünfzig Mal am Tag über denselben Gedanken grübelt, kann feststellen, dass er in einem Gedankenkreisel gefangen ist. Um diesem Hamsterrad zu entfliehen, sollte man sich zumindest für einen fixen Zeitraum, nicht mit diesem Gedanken beschäftigen. Das ist besonders dann der Fall, wenn die gedankliche Frage immer wieder gestellt wird, ohne eine brauchbare Antwort im Inneren zu finden. Manchmal bedarf es einer gewissen Zeit, um die Gedanken neu zu ordnen und lösungsorientierte Ansätze zu finden. Damit betreibt man eine Form von Gedankenökonomie, was den Betroffenen innerlich befreit und den Stress etwas lösen kann.

Spiritualität
Wer spirituell ist, kann in seinem Glauben Zuversicht und Hoffnung finden. Schon vielen Menschen hat der Glaube in Krankheit und Not geholfen, um die Situation durchzuhalten. Dabei spielt es keine Rolle, welche Form von Spiritualität gepflegt wird. Manche fühlen sich Religionen hingezogen – andere hingegen gehen ihren persönlichen individuellen Weg der Selbstfindung. Vielleicht trägt die spirituelle Weisheit dazu bei, dass man die Krise auch als eine Chance für eine notwendige Veränderung nutzt. Wer dazu Hilfe benötigt, kann sich auch mit spirituellen Beratern auseinandersetzen und Inspirationen erhalten.

Spirituelle Berater


Verantwortlich für diesen Beitrag: Lena Schmidt