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Andreas Förtner

Gesetzliche oder private Krankenversicherung waehlen? Was kostet weniger?

Die deutsche Krankenversicherung besteht aus der gesetzlichen Krankenversicherung und der privaten Krankenversicherung.

Als Arbeitnehmer müssen Sie bis zu einer bestimmten Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sein. Dies wird als Versicherungspflichtgrenze bezeichnet. Diese Schwelle variiert von Jahr zu Jahr und beträgt 59.400 € des Bruttojahreseinkommens im Jahr 2018.

Sie müssen sich dann für eine Mitgliedschaft bei einer der gesetzlichen Krankenkassen entscheiden. Die Liste der verschiedenen Krankenkassen ist auf der Website des GKV Spitzenverbands verfügbar.

Liegt Ihr Einkommen über dieser Schwelle, haben Sie die Wahl zwischen einer privaten Krankenversicherung oder, wenn Sie die erforderlichen Vorversicherungsbedingungen erfüllen, einer freiwilligen Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenversicherung.

Wenn Sie Selbständiger oder Beamter sind, sind Sie auch nicht unbedingt versichert, haben aber die Wahl zwischen dem freiwilligen Beitritt zur gesetzlichen Krankenversicherung (wenn Sie die erforderlichen Voraussetzungen erfüllen) oder zur privaten Krankenversicherung. Wenn Sie sich über die Kosten im Unklaren sind, dann rechnen Sie die Kosten der privaten Krankenversicherung doch einfach mit einem PKV Rechner durch.
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Wie hoch sind die Krankenversicherungsbeiträge?

Was die private Krankenversicherung kosten kann erfährt man erst im Alter. Damit das nicht passiert, sollte man bereits im Jungen Alter ein Puffer anzahlen. Aber dazu später mehr.

Für alle gesetzlichen Krankenkassen gibt es einen einheitlichen Beitragssatz, im Jahr 2015 beträgt er 14,6%. Die Hälfte der Beiträge wird vom Arbeitgeber und die andere Hälfte vom Arbeitnehmer getragen. Der Höchstbeitrag ist jedoch auf eine bestimmte Einkommensgrenze begrenzt. Diese Beitragsmessungsgrenze variiert von Jahr zu Jahr. Im Jahr 2018 wird es auf ein Jahreseinkommen von 53.100€ festgelegt.

Zusatzbeiträge können von den Krankenkassen auf Kosten des Arbeitgebers verlangt werden. Ein Vergleich der unterschiedlichen Beträge der Zusatzbeiträge nach Krankenkassen ist auf der Website des GKV Spitzenverbands verfügbar.

Die Krankenversicherungsbeiträge werden direkt vom Gehalt abgezogen.

Wenn Sie sich freiwillig bei einer gesetzlichen Krankenkasse anmelden, tragen Sie im Verhältnis zu Ihrem Einkommen zwischen ca. 150 und 710 Euro für das Jahr 2015 bei. Wenn Sie ein Arbeitnehmer sind, übernimmt Ihr Arbeitgeber einen Teil davon. Wenn Sie selbstständig oder im öffentlichen Dienst tätig sind, müssen Sie alle Ihre Beiträge selbst bezahlen.

Die gesetzlichen Krankenkassen berücksichtigen die finanzielle Leistungsfähigkeit aller: Die Beiträge sind proportional zum Einkommen. In einigen Fällen ist es sogar möglich, beitragsfrei zu sein oder eine Familienversicherung (Familienversicherung, mit kostenloser Versicherung für Anspruchsberechtigte) zu erhalten.

Bei den privaten Krankenkassen richtet sich der Beitragssatz nach der individuellen Situation, insbesondere nach dem Gesundheitszustand. Zur Bestimmung des Beitragssatzes wird in der Regel eine medizinische Untersuchung durchgeführt. Wenn Sie als "jung und gesund" gelten, dann ist der Beitragssatz niedrig. Mit zunehmendem Alter steigen die Beiträge in den privaten Kassen, da die Gesundheitskosten mit zunehmendem Alter tendenziell steigen. In der Privatversicherung gibt es keine Familienversicherung.

Wenn Sie sich für eine private Versicherung entscheiden, ist die Übertragung auf einen öffentlichen Fonds grundsätzlich ausgeschlossen. Dies gilt auch für Personen, die nur bei einem privaten Versicherer im Ausland eine Versicherung abgeschlossen haben. Die Vorschriften sind in diesem Punkt recht streng. Nach Vollendung des 55. Lebensjahres ist die Rückkehr in eine gesetzliche Krankenversicherung nach deutschem Recht ausgeschlossen. Vor dem 55. Lebensjahr ist es möglich, bei einer gesetzlichen Krankenkasse zurückzukehren, allerdings unter sehr strengen Bedingungen.

Weitere Informationen über die Bedingungen für die Rückkehr zur gesetzlichen Krankenversicherung erhalten Sie von den gesetzlichen Krankenkassen.

Auf der Website des Bundes der Versicherten können Sie die Broschüre "Gut versichert in der privaten Krankenversicherung?" herunterladen. die die gesetzliche Versicherung mit der privaten Versicherung vergleicht.

Wie sieht es mit dem Krankengeldaus?

Bei krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit (die nicht dem Arbeitnehmer zuzurechnen ist) hat der Arbeitnehmer Anspruch auf Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber für einen Zeitraum von höchstens sechs Wochen. Während dieser Zeit zahlt der Arbeitgeber gegen Vorlage eines ärztlichen Attests weiterhin das volle Gehalt.

Grundsätzlich erhält der Mitarbeiter 78 Wochen lang Taggelder von seiner Krankenkasse. Der Anspruch auf Taggeld wird jedoch ausgesetzt, solange die versicherte Person noch ihren vollen Lohn erhält - das bedeutet, dass von den 78 Wochen, in denen der Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber bezahlt wird, die sechs Wochen berücksichtigt werden. Daher steht der Anspruch auf Taggeld für einen Zeitraum von maximal 72 Wochen zur Verfügung.

Die Arbeitsunfähigkeit ist regelmäßig durch eine Bescheinigung des zugelassenen Arztes zu bescheinigen und unverzüglich - innerhalb einer Woche - der Krankenkasse zu melden. Andernfalls wird der Anspruch auf Taggelder ausgesetzt. Im Zweifelsfall über das Bestehen einer Arbeitsunfähigkeit greifen die Krankenkassen auf die Expertise des medizinischen Dienstes der Krankenkasse zurück.

Hier erfahren Sie weitere Informationen.




Verantwortlich für diesen Beitrag: Andreas Förtner