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Ferdiand Hauer

Infinma mit neuem EU-Rating

Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung gilt als Alternative für Berufsunfähigkeitsabsicherung, sofern diese aufgrund von Vorerkrankungen für den Versicherten zu teuer wird. Auch für die Absicherung in Risikoberufen kann die EU-Versicherung eine vernünftige Alternative sein. Jetzt hat das Infinma Institut für Finanz-Markt-Analyse eine neue Bewertung herausgegeben und die besten Tarife für die Erwerbsunfähigkeitsversicherung am Markt getestet. Für viele der EU-Tarife liegen jetzt neue Testergebnisse aus dem Jahr 2015 oder 2016 vor, so dass interessierte Versicherte wieder einen aktuellen Marktüberblick haben. Vorherige Vergleiche der Berufsunfähigkeitsversicherungen findet man auf https://www.xn--berufsunfhigkeitsversicherungen-testsieger-esd.de/vergleich/

Ein Marktstandard mit vielen Kriterien
Bei der Bewertung der Tarife hat Infinma einen Marktstandard zugrunde gelegt, den das Institut selbst herausgegeben hat. Er besteht aus einem Katalog von 17 Kriterien. Dazu gehören der Prognosezeitraum und rückwirkende Leistungen sowie die Spezifikation des Begriffs „Erwerbstätigkeit“. Auch der Arbeitsumfang und eine eintretende Erwerbsunfähigkeit aufgrund von Pflegebedürftigkeit waren maßgebliche Faktoren. Die Meldefristen können ebenso von Bedeutung sein wie eine Beitragsstundung und ein zeitlich befristetes Anerkenntnis. Eine Kostenübernahme bei Auslandsaufenthalten sollte vorgesehen sein, eine Einmalzahlung kann für den Versicherten bei der ersten Diagnose der Erwerbsunfähigkeit sehr sinnvoll sein. Und schließlich stehen Faktoren wie die Mitwirkungspflichten bei Gesundheit und Beruf sowie die Nachversicherung ohne Anlass oder eine Überbrückung von Zahlungsschwierigkeiten im Mittelpunkt. Ein Umtausch der Erwerbsunfähigkeitsversicherung in eine Berufsunfähigkeitsabsicherung kann sehr hilfreich sein, wenn sich der Gesundheitszustand wieder verbessert. Der Leistungskatalog für die Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist somit umfangreich, er deckt viele wichtige Kriterien ab, die eine gute Absicherung gewährleisten soll. Damit legt die Infinma eine recht hohe Messlatte für die Bewertung des Tarifstandards an.


Nicht alle Tarife erfüllen den Standard
Im Test wurde klar, dass nicht alle Tarifwerke diesen hohen Standards entsprechen. Insgesamt sind es 26 Tarife von 12 Gesellschaften, die nach Ansicht von Infinma für Kunden in Deutschland interessant sind, sofern sie eine Absicherung gegen Erwerbsunfähigkeit wünschen. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Zahl der Anbieter und der zertifizierten Tarife erhöht. Das heißt, dass das Niveau der Erwerbsunfähigkeitsversicherung offenbar gestiegen ist. Trotzdem muss dem Versicherten klar sein, dass es immer noch rund 50 Prozent der Tarife gibt, die diese hohen Standards eben nicht erfüllen. Ob sie für einen Vertragsabschluss in Frage kommen, muss sich immer im Einzelfall zeigen. Natürlich kann es Gründe geben, auf einen Tarif zurückzugreifen, der den Infinma-Standard nicht erfüllt. Gerade bei diesen Tarifwerken ist aber eine sehr sorgfältige Überprüfung der Versicherungsbedingungen erforderlich, um sicherzustellen, dass sie wirklich zu dem interessierten Versicherten passen.

Alle großen Gesellschaften mit Zertifikat
In der Analyse zeigt sich, dass alle etablierten Versicherer mit mindestens einer Erwerbsunfähigkeitsversicherung von der Infinma zertifiziert sind. Bei der Allianz ist es beispielsweise der Tarif SEU Schüler, er wurde mit der Tarifgeneration 12/2015 bewertet. Die ARAG bringt den EUZ IB 15/IR 15 ins Rennen und setzt damit auf eine Zusatzversicherung. Die Continentale ist mit mehreren selbständigen und Zusatztarifen vertreten, so dass der Kunde hier ein sehr breites Spektrum an guten Tarifen findet und sich wahlweise mit einem selbständigen Tarif oder mit einer Zusatzabsicherung schützen kann. Daneben konnten unter anderem die Dialog, die HDI, die Iduna und die Inter mit ihren Tarifen überzeugen.


Verantwortlich für diesen Beitrag: Ferdiand Hauer