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Ferdiand Hauer

Rechtsschutz: Ideal bei Problemen am Urlaubsort

Die Ferien stehen an, man freut sich auf den Urlaub mit der ganzen Familie. Doch kann folgt die Ernüchterung. Durch eine falsche Abflugzeit verpasst man den Rückflug, die nächste Maschine geht erst in einigen Tagen, die Tickets kosten zusätzlich Geld. Jetzt hilft nur eine gute Rechtsschutzversicherung, um aus der missratenen Erholung wenigstens noch etwas Kapital zu schlagen. Wenn der Reiseleiter einem Reisenden nämlich eine falsche Abflugzeit nennt, muss der Veranstalter einen entstehenden Schaden ersetzen. Diesen Anspruch zu erstreiten, geht meist nur mit einer Rechtsschutzversicherung. Welche die besten sind und welche Leistungen eine Rechtsschutzversicherung in jedem Fall übernehmen sollte, erfährt man auf www.rechtsschutzversicherungen-testsieger.de/rechtsschutzversicherung-leistungen/

Reiseleiter zur korrekten Information verpflichtet
Nach einem aktuellen Urteil des Landgerichts Frankfurt muss der Reiseveranstalter einem Kunden einen Schaden ersetzen, wenn der Reiseleiter falsche Informationen zur Abflugzeit nennt (Az. 2-24 O 125/13). Interessant ist, dass diese Forderung sogar dann gilt, wenn die Flugreise gar nicht der Gegenstand des Reisevertrags ist. Damit haben nicht nur Versicherte mit Pauschalreisen einen Anspruch auf Schadenersatz, sondern auch Fluggäste, die den Flug und den Aufenthalt vor Ort separat gebucht haben. Geklagt hatte ein Reisender, der eine mehrtägige Reise für seine Familie und für sich nach Jamaika gebucht hatte. Der Flug wurde nicht im Zusammenhang mit dem Aufenthalt gebucht.


Nach der Ankunft nannte der Reiseleiter die Rückflugzeit und den Zeitpunkt der Abholung am Hotel. Am Tag vor dem Abflug wurden die Gäste über eine Veränderung der Abflugzeit informiert. Diese Auskunft war allerdings falsch, als der Kläger mit seiner Familie am Folgetag am Check-in erschien, war die Maschine bereits abgeflogen. Im Nachgang entstanden dem Kläger Kosten in Höhe von 9.000 Euro, weil er für sich und seine ganze Familie neue Tickets für einen Linienflug über Philadelphia nach Frankfurt buchen musste, um noch weitestgehend pünktlich wieder nach Hause zu kommen. Den entstandenen Schaden machte der Kläger gegenüber seinem Reiseveranstalter geltend.

So hilft die Rechtsschutzversicherung
Natürlich folgte aus der Forderung ein Rechtsstreit, da sich der Reiseveranstalter darauf berief, durch die getrennte Buchung von Hotel und Flug nicht verpflichtet sei, den Reisenden über die Abflugzeit zu informieren. Vielmehr stehe der Reisende selbst in der Verpflichtung, seine Flugdaten überprüfen zu lassen. Das sei allerdings nicht passiert. Die Richter am Frankfurter Landgericht sahen dies wiederum ganz anders. Sie bestätigten den Anspruch des Reisenden auf Schadenersatz in vollem Umfang, so dass der Veranstalter nun die 9.000 Euro zahlen muss. Zur Begründung führten sie aus, dass der Reiseveranstalter keine falschen Informationen an einen Kunden geben darf. Das gilt insbesondere in Fällen, in denen der Reiseleiter aus eigenem Ermessen auf den Kläger zugegangen war und ihn ungefragt informiert hatte. Der Prozess wäre durch den Streitwert in dieser Höhe möglicherweise nicht zu führen gewesen, wenn der Versicherte keine Rechtsschutzversicherung hätte. Dank der Rechtsschutzversicherung konnte sich der Kunde allerdings auf den Gerichtsprozess durch mehrere Instanzen einlassen.




Verantwortlich für diesen Beitrag: Ferdiand Hauer