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Maria Capobianco

Treppenlifte: So unterstuetzt die Versicherung

Treppenlifte sind für ältere Menschen eine wertvolle Hilfe, wenn sie Treppen in ihrem gewohnten Zuhause nicht mehr allein steigen können. Unabhängig davon, ob es sich um den Zugang zu einer Wohnung in einem Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses handelt oder ob der alte Mensch ein Einfamilienhaus mit mehreren Geschossen bewohnt, ist durch einen Treppenlift sicherzustellen, dass der Betroffene noch viele Jahre in seinem gewohnten Umfeld leben kann. Doch ein Treppenlift ist teuer, und es stehen mit der Miete und dem Kauf unterschiedliche Finanzierungsvarianten zur Verfügung. Lohnt sich also die Anschaffung eines solchen Hilfsmittels, und welche Möglichkeiten gibt es, die Kosten zu reduzieren?


Mehr Mobilität im Alltag

Für einen älteren Menschen oder einen Gehbehinderten könnte ein Treppenlift ein Segen sein. Er ist dadurch nicht mehr auf fremde Hilfe angewiesen, wenn er Treppen steigen muss. Er kann sich selbständig in seinen vier Wänden fortbewegen und muss keine Angst vor Stürzen haben. Und letztlich kann er so lange wie möglich in seinem geliebten Zuhause bleiben, ohne Sorge zu haben, in einem Pflege- oder Seniorenheim zu enden. Damit bleibt seine Selbständigkeit noch lange erhalten, er fühlt sich im Alter einfach wohler. Die etablierten Treppenliftanbieter haben diese Situation erkannt und bieten mit einer fachgerechten Beratung und mit umfassendem Service verschiedene Leistungspakete an, die genau auf die Bedürfnisse der Senioren zugeschnitten sind. Doch bevor sich der alte Mensch ein solches Gerät anschafft, lohnt es sich, über die Finanzierungsformen nachzudenken und Fördermöglichkeiten durch die Versicherungen zu prüfen. Denn ein Treppenlift ist teuer.

Versicherungszuschüsse sind zu prüfen

Ein Treppenlift kostet je nach Ausführung mehrere 1.000 Euro. Selbst sehr funktional gehaltene Ausführungen schlagen leicht mit Kosten in Höhe von 2.000 Euro bis 3.000 Euro zu Buche. Wer dann eine etwas gehobene Ausstattung wünscht, die durch zusätzliche Sicherheits- und Komfortfunktionen besticht, hat schnell Auslagen im fünfstelligen Bereich zu tragen. Dies gilt besonders für Modelle, die in einem Mehrfamilienhaus maßgerecht eingepasst werden. Wenn die Anschaffung eines Lifts ansteht, sind unbedingt die Versicherungszuschüsse zu prüfen. In Frage kommt die Kranken- oder Pflegeversicherung, aber auch die Unfallversicherung. Ist für den alten Menschen noch keine Pflegestufe beantragt, ist der Krankenversicherer der erste Ansprechpartner. Er wird auch darauf hinweisen, welche Voraussetzungen für eine Kostenübernahme zu erfüllen sind. Sofern eine Einstufung in eine Pflegestufe vorliegt, ist die Pflegeversicherung für einen Teil der Kostenübernahme zuständig. Und wenn der Pflegefall aufgrund eines Unfalls eintritt, kommt die private Unfallversicherung für eine Kostenerstattung in Frage. Es gilt also, vor der Bestellung alle Zuschüsse zu prüfen und zu beantragen. Unabhängig davon, ob das Gerät gekauft oder gemietet wird, können solche Zuschüsse die Eigenbeteiligung deutlich reduzieren. Erst danach sollte sich der alte Mensch entscheiden, ob Kauf oder Miete die bessere Alternative ist und welches Modell er schließlich anschaffen will.



Wie die unterschiedlichen Treppenlifte in den letzten Jahren abgeschnitten haben, erfährt man unter http://www.testsieger-berichte.de/treppenlift-test/.

Verantwortlich für diesen Beitrag: Maria Capobianco