Blickwinkel - Portal
Ferdiand Hauer

Vorerkrankungen bei BU: Verkuerzte Wartezeit ist moeglich

Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen will, muss dazu Gesundheitsfragen beantworten. Diese Fragen stellt der Versicherer, um das Risiko, dass eine Berufsunfähigkeit tatsächlich eintritt, abzuschätzen. Vorerkrankungen müssen vollständig und korrekt angegeben werden, der Betrachtungszeitraum ist von den meisten Versicherern mit fünf Jahren angegeben. Doch was kann man tun, wenn innerhalb dieses Zeitraums wirklich eine Vorerkrankung aufgetreten ist? Was sind die Folgen, und welche Konsequenzen drohen bei einer Falschaussage? Es lohnt sich, in diesem Fall sehr sorgfältig vorzugehen und alle Vor- und Nachteile genau zu untersuchen. Eine pauschale Empfehlung kann nämlich nicht gegeben werden. Welche Ursachen oft zu einer Berufsunfähigkeit führen, und welche Vorerkrankungen von den Versicherern meist abgelehnt werden, erfährt man auf www.xn--berufsunfhigkeitsversicherungen-testsieger-esd.de/

Vorerkrankungen sind unbedingt anzugeben
Jeder Antragsteller muss wissen, dass eine Vorerkrankung unbedingt anzugeben ist, wenn sie innerhalb des Betrachtungszeitraums diagnostiziert wurde. Dabei ist absolute Sorgfalt angesagt. Wer eine Krankheit vergisst oder nicht korrekt angibt, riskiert sogar, seinen Versicherungsschutz zu verlieren, wenn der Versicherer irgendwann Kenntnis davon erhält. Auch ein Risikozuschlag kann drohen, dieser darf sogar nachträglich noch verlangt werden. Im besten Fall ist man also gleich bei der Antragstellung ehrlich und gibt eine festgestellte Vorerkrankung korrekt und vollständig an. Doch welche Folgen drohen dann?


Risikozuschläge und Ablehnungen drohen
Wer ehrlich genug ist, eine Krankheit im Antrag einzutragen, muss damit rechnen, dass der Versicherer einen Risikozuschlag erhebt. Damit will der den Versicherten an den Kosten beteiligen, die durch eine drohende Berufsunfähigkeit entstehen. Vielleicht wird auch ein Leistungsausschluss vereinbart, wenn eine Berufsunfähigkeit aufgrund dieser Vorerkrankung eintritt. Im schlimmsten Fall lehnt der Versicherer den Antrag ab, ein Vertrag für den Versicherungsschutz wird dann nicht abgeschlossen. Damit wäre der Versicherte ohne Schutz gegen Berufsunfähigkeit. Wäre es also eine Alternative, mit der Antragstellung abzuwarten, bis der Betrachtungszeitraum abgelaufen ist?

Späterer Abschluss lässt die Kosten steigen
Natürlich kann es eine Variante sein, mit dem Abschluss des BU-Versicherungsvertrags zu warten, bis der Betrachtungszeitraum von fünf Jahren abgelaufen ist. Sofern der Versicherer diesen Zeitraum ansetzt, sind Erkrankungen oder Unfälle nach Ablauf dieser Phase im Antrag nicht mehr anzugeben. Doch dieses Vorgehen hat mehrere Nachteile. Zum einen ist der Versicherte in diesen fünf Jahren ohne Schutz gegen den Verlust der Arbeitskraft. Sollte also eine Berufsunfähigkeit eintreten, erhält er keinerlei Berufsunfähigkeitsrente. Außerdem steigen die Prämien für den Versicherungsschutz in den fünf Jahren durch das höhere Eintrittsalter deutlich an. Der Versicherungsbeitrag wird also deutlich höher, wenn man den Vertrag zu einem späteren Zeitpunkt erst abschließt. Welche Variante besser geeignet ist, um doch noch einen Schutz gegen Berufsunfähigkeit zu finden, muss immer im Einzelfall geklärt werden. Zunehmend bieten die Versicherer aber noch eine andere Alternative an.

Einzelne Versicherer mit kürzeren Wartezeiten
In der jüngeren Vergangenheit haben einige Gesellschaften den Betrachtungszeitraum für Vorerkrankungen bei der Berufsunfähigkeitsversicherung verkürzt. Damit will man auch Interessenten mit Vorerkrankungen die Chance bieten, einen guten und bezahlbaren Versicherungsschutz zu finden. Allerdings ist die Verkürzung des Betrachtungszeitraums noch nicht bei allen Versicherern üblich. Wer also in der Situation ist, eine Vorerkrankung melden zu müssen, sollte sich durch einen erfahrenen Versicherungsexperten beraten lassen. Dabei sollte die Suche nach Gesellschaften mit Tarifen mit einer erleichterten Gesundheitsprüfung und mit einem verkürzten Betrachtungszeitraum im Vordergrund stehen.


Verantwortlich für diesen Beitrag: Ferdiand Hauer